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Kleine Torheit '25

Der Torheiten hat die Menschheit viele hervorgebracht, doch durch die wenigsten von ihnen möchte man gern hindurchspazieren und sie sich später, auf Fotopapier gebannt, ins Album kleben.

Was passiert? Werden immer nur die Schatten länger und finsterer? Oder sind es gerade die Schatten, die das Licht dort, wo es hinfällt, umso heller strahlen lassen?

Gleich rechts neben dem Brandenburger Tor stand (und steht heute wieder, in rekonstruierter Form - hier in nachmittäglichem Gelb), das Haus der jüdischen Familie Liebermann. Deren heute prominentestes Mitglied, der Maler Max Liebermann, beobachtete von dort aus den Fackelzug der Nationalsozialisten im Jahre 1933.  Er starb zwei Jahre später, nicht jedoch, ohne selbst die zunehmenden Repressalien der neuen Machthaber noch erfahren zu haben. Seine Frau Martha nahm sich im Jahr 1943 das Leben, um der Deportation zu entgehen. Im gleichen Jahr wurde das Haus bei einem Luftangriff zerstört. 

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Mehr Licht. Das wünsche ich uns allen.

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Mehr Bilder der letzten Zeit gibt es hier...

© 2025 Ricarda Klein

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